Ab nächsten Morgen nahm die Sol Kurs auf Tromso und wir hatten zwei Seetage. Die Überfahrt wurde wieder durch Sturm und Wellen geprägt, dieses mal mit einer Höhe von bis zu 7 Meter. Teller und Gläser mussten festgehalten werden, da diese vom Tisch zu rutschen drohten.
Aber auch diese zwei Tage verliefen sehr schnell und wir erreichten am 6.3. Tromso, die „Hauptstadt der Arktis“. Eingebettet zwischen schneebedeckten Bergen und tiefblauen Fjorden, erwartete uns eine winterliche Kulisse, die an ein Märchen erinnerte.
Schon beim Einlaufen in den Hafen beeindruckte uns die verschneite Landschaft. Die bunten Holzhäuser am Ufer leuchteten in der klaren Winterluft, während über uns die Polarnacht regierte. Die Stadt, die etwa 350 Kilometer nördlich des Polarkreises liegt, begrüßte uns mit eisiger Kälte – aber auch mit nordischer Gemütlichkeit.
Dass unser Schiff etwas außerhalb der City lag, haben wir uns entschieden den öffentlichen Verkehr zu nutzen. In Tromsø ist das auch sehr einfach über die App Svipper. Einfach herunterladen und ein Zahlungsmittel hinterlegen. Tagespass kostet für einen Erwachsenen 133 NOK. Die App zeigt auf den aktuellen Standort der Busse an.
Mit dem Bus ging es direkt in die City. Der Hafen und die vielen kleinen Geschäfte sind eine willkommene Abwechslung. Die Eiskathedrale war leider aufgrund einer Trauerfeier geschlossen, daher musste der Blick von außen reichen. Am Hafen sind wir bei einem Troll Museum vorbeigekommen, aber der Preis von 450 NOK pro Person fanden wir etwas zu hoch. Das Hardrock Café in Tromsø durfte natürlich nicht fehlen.
Am Abend unternahmen wir einen unvergesslichen Ausflug in die winterliche Natur, um eine traditionelle Rentier-Schlittenfahrt zu erleben. Die Tour begann am Abend, als wir an einem malerischen Gehöft ankamen, wo uns bereits die freundlich dreinblickenden Rentiere erwarteten.
Die gepachtet Schlittenfahrt musste leider aufgrund Schneemangels ausfallen, trotzdem war es ein wunderschöner Abend. Wir durften die Tiere beim Füttern beobachten oder auch selber füttern, das war ein tolles Erlebnis. Anschließend erwartete uns ein gemütliches Lagerfeuer. Der knisternde Schein des Feuers sorgte für eine angenehme Atmosphäre, während wir ein traditionelles Abendessen genossen. Es gab lokale Spezialitäten, darunter [Gerichte einfügen, z. B. Rentierfleisch, Fischsuppe oder vegetarische Alternativen], dazu heiße Getränke wie Tee oder Glögg, ein gewürzter skandinavischer Punsch.
Während wir uns am Feuer wärmten, erzählte unser Guide interessante Geschichten über die Rentierzucht und die Kultur der samischen Ureinwohner. Der Abend klang entspannt aus, begleitet von dem leisen Knistern des Holzes und dem beeindruckenden Blick auf den sternenklaren Himmel.
Die Tour hatten wir vorab über GetyouGuide gebucht und können diese weiterempfehlen.