Auf diese Reise haben wir uns schon sehr lange gefreut. Im März ging es mit der Aida Sol auf die Tour "Winter im hohen Norden".
Am 1.3 erreichten wir nach einer entspannten Anreise und einem kurzen Stop im Hardrock Café den Holzhafen in Hamburg Altona. Vorab hatten wir schon einen Stellplatz im Parkhaus Holzhafen für unser Auto reserviert und es war perfekt. Das hochwassergeschütze Parkhaus ist keine 10 Gehminuten vom Liegeplatz der Aida entfernt und bietet somit eine entspannte Anreise. Schnell die Koffer abgeben und dann ab auf die Sol, so der Plan. Leider meinten viele Anreisende sich nicht an die Check-in Zeiten halten zu müssen und somit hatten sich sehr lange Schlangen gebildet. Die Aida Mitarbeiter hatten sehr viel zu tun die Menschen anhand ihrer Check-in Zeit zu sortieren.
Aber auch das war irgendwann geschafft und unsere Reise konnte starten.
Aufgrund der Wetterlage und den möglichen Stürmen im Norden von Norwegen, hatten wir bewusst eine Kabine auf den unteren Decks und ganz hinten gebucht. Somit wurde es die Kabine 6267.
Von der Kabine ganz am Heck der Sol ist es nicht weit zu den Restaurants, Bars, Theatrium. Sport und Wellness Bereich sind eine kleine Weltreise, da diese auf Deck 11/12 ganz vorne im Bug sind.
Am Nachmittag/Abend durften die traditionellen Cocktails nicht fehlen und auch die Begrüssung, als die AIDA Nova vor uns den Hafen von Hamburg verlies.
Unser nächster Tag begann direkt mit einem Seetag und somit perfekt für den ersten Urlaubstag.
Nach einem entspannten Frühstück im Rossini wollten wir eigentlich um 11 Uhr zum Fan-Treffen, aber eine Durchsage des Kapitäns änderte unsere Pläne. Der Kapitän bat alle Passagiere um 11 Uhr zu einer Information ins Theatrium. Nach unseren vielen Aida Touren war es das erste Mal, dass der Kapitän so eine Durchsage machte und es musste wohl sehr wichtig sein.
Somit ging es um 11 Uhr ins schon sehr volle Theatrium. Unser Kapitän erklärte uns die aktuelle Wetterlage und das wir auf eine extrem schlechte Wetterfront zu steuern. 40 Knoten Wind und 8,5 Meter hohe Wellen.
Unser erster Stopp Haugesund musste abgesagt werden, da der Hafen von Haugesund in einem engen Kanal liegt und wir dort nicht mehr herausgekommen wären durch den starken Wind. Auch unser 2.Hafen Bodo musste ausfallen, aufgrund der selben Herausforderungen und so nahm die Sol Kurs auf Bergen. Bergen hat einen sehr geschützten Hafen und die Anfahrt ist durch die geografische Lage auch bei starken Wind möglich. Somit fuhr die Sol fast mit Höchstgeschwindigkeit weiter nach Bergen um den geschützten Hafen zu erreichen.
Zum Glück sind wir beide Sehfest und haben eine Kabine unten im Heck, wo die Wellen nicht so stark zu spüren waren. Aber der Sturm kam und es war für viele Passagiere nicht lustig.
Wie auf mittlerweile allen AIDA-Reisen gab es ein FAN-Treffen. Das durch Privatpersonen zusammen mit AIDA organisierte Treffen am Anfang der Seereise ist immer eine tolle Gelegenheit andere Passagiere schnell kennenzulernen.
Bei dem Treffen hatte unser Entertainment Manager Sasche eine kurze Begrüssungsrede gehalten und mit uns allen auf eine tolle Reise angestossen.
Trotz der hohen Fahrgeschwindigkeit mussten wir durch 5,5-6 Meter Wellen hindurch (Laut Kapitän sollen wir Zuhause sagen, es waren 9-12 Meter Wellen). Die AIDA Sol wurde gut durchgeschaukelt und die Gänge / Restaurants waren merklich leerer.
Nach 2 Tagen Sturm erreichten wir dann Bergen.
Das Schiff lag direkt in Bergen und zur Innenstadt waren es zu Fuß nur 10 Minuten. Schon beim ersten Blick auf die Stadt zeigte sich ihre charakteristische Kulisse mit bunten Häusern und den umgebenden Bergen.
Nach der Ankunft begaben wir uns auf einen Spaziergang durch Bergen. Zunächst erkundeten wir das historische Hanseviertel Bryggen, das mit seinen schiefen Holzhäusern und engen Gassen einen Eindruck vom Leben der Hansekaufleute vergangener Jahrhunderte vermittelte. Trotz des Regens, der typisch für Bergen ist, hatten die alten Speicherhäuser ihren ganz besonderen Charme.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zu einem Aussichtspunkt auf der anderen Seite des Hafens. Bei den nassen Bedingungen zwar etwas beschwerlich, doch der Blick auf den Hafen war es wert. Die tief hängenden Wolken verliehen Bergen eine mystische Atmosphäre.
Trotz des anhaltenden Regens war es eine lohnende Erkundungstour durch Bergen – eine Stadt mit viel Geschichte, maritimem Flair und eindrucksvollen Ausblicken.
Ab nächsten Morgen nahm die Sol Kurs auf Tromso und wir hatten zwei Seetage. Die Überfahrt wurde wieder durch Sturm und Wellen geprägt, dieses mal mit einer Höhe von bis zu 7 Meter. Teller und Gläser mussten festgehalten werden, da diese vom Tisch zu rutschen drohten.
Aber auch diese zwei Tage verliefen sehr schnell und wir erreichten am 6.3. Tromso, die „Hauptstadt der Arktis“. Eingebettet zwischen schneebedeckten Bergen und tiefblauen Fjorden, erwartete uns eine winterliche Kulisse, die an ein Märchen erinnerte.
Schon beim Einlaufen in den Hafen beeindruckte uns die verschneite Landschaft. Die bunten Holzhäuser am Ufer leuchteten in der klaren Winterluft, während über uns die Polarnacht regierte. Die Stadt, die etwa 350 Kilometer nördlich des Polarkreises liegt, begrüßte uns mit eisiger Kälte – aber auch mit nordischer Gemütlichkeit.
Dass unser Schiff etwas außerhalb der City lag, haben wir uns entschieden den öffentlichen Verkehr zu nutzen. In Tromsø ist das auch sehr einfach über die App Svipper. Einfach herunterladen und ein Zahlungsmittel hinterlegen. Tagespass kostet für einen Erwachsenen 133 NOK. Die App zeigt auf den aktuellen Standort der Busse an.
Mit dem Bus ging es direkt in die City. Der Hafen und die vielen kleinen Geschäfte sind eine willkommene Abwechslung. Die Eiskathedrale war leider aufgrund einer Trauerfeier geschlossen, daher musste der Blick von außen reichen. Am Hafen sind wir bei einem Troll Museum vorbeigekommen, aber der Preis von 450 NOK pro Person fanden wir etwas zu hoch. Das Hardrock Café in Tromsø durfte natürlich nicht fehlen.
Am Abend unternahmen wir einen unvergesslichen Ausflug in die winterliche Natur, um eine traditionelle Rentier-Schlittenfahrt zu erleben. Die Tour begann am Abend, als wir an einem malerischen Gehöft ankamen, wo uns bereits die freundlich dreinblickenden Rentiere erwarteten.
Die gepachtet Schlittenfahrt musste leider aufgrund Schneemangels ausfallen, trotzdem war es ein wunderschöner Abend. Wir durften die Tiere beim Füttern beobachten oder auch selber füttern, das war ein tolles Erlebnis. Anschließend erwartete uns ein gemütliches Lagerfeuer. Der knisternde Schein des Feuers sorgte für eine angenehme Atmosphäre, während wir ein traditionelles Abendessen genossen. Es gab lokale Spezialitäten, darunter [Gerichte einfügen, z. B. Rentierfleisch, Fischsuppe oder vegetarische Alternativen], dazu heiße Getränke wie Tee oder Glögg, ein gewürzter skandinavischer Punsch.
Während wir uns am Feuer wärmten, erzählte unser Guide interessante Geschichten über die Rentierzucht und die Kultur der samischen Ureinwohner. Der Abend klang entspannt aus, begleitet von dem leisen Knistern des Holzes und dem beeindruckenden Blick auf den sternenklaren Himmel.
Die Tour hatten wir vorab über GetyouGuide gebucht und können diese weiterempfehlen.
Nach einer ruhigen Nacht erreichten wir am frühen Morgen Honningsvag.
Honningsvåg ist eine kleine Stadt im Norden Norwegens und gehört zur Gemeinde Nordkapp in der Provinz Troms og Finnmark. Sie gilt als eine der nördlichsten Städte der Welt und ist ein bedeutender Ausgangspunkt für Touristen, die das Nordkap besuchen möchten, somit genau das richtige für uns
Aufgrund der Lage nördlich des Polarkreises erlebt die Stadt im Sommer die Mitternachtssonne, während es im Winter lange Dunkelperioden gibt.
Die Stadt hat rund 2.500 Einwohner. Obwohl Honningsvåg offiziell Stadtstatus hat, würde sie nach internationalen Standards eher als Dorf gelten.
Wir hatten vorab über Aida einen Ausflug zum Nordkap gebucht und nach einem tollen Frühstück im Rossini ging es um 8:30 Uhr schon los. Die Fahrt dorthin führte durch eine beeindruckende Landschaft aus kargen Felsen und schneebedeckten Hügeln. Am berühmten Nordkap-Plateau angekommen, bot sich uns trotz wechselhaften Wetters ein atemberaubender Blick auf das Nordmeer. Die markante Weltkugel-Skulptur diente als beliebtes Fotomotiv und erinnerte daran, dass wir uns an einem der nördlichsten Punkte Europas befanden. Neben dem berühmten Globus-Denkmal auf der Klippe des Nordkaps gibt es weitere Highlights wie zum Beispiel die Nordkaphalle oder das Postamt.
Nach 2 Stunden fuhren wir mit dem Bus wieder zurück Richtung Honningsvag.
Honningsvåg besticht durch bunte Holzhäuser, die einen schönen Kontrast zur kargen, felsigen Umgebung bieten. Die Stadt wirkt trotz ihrer abgeschiedenen Lage lebendig, nicht zuletzt durch die Fischerboote im Hafen und die kleinen Geschäfte und Cafés. Natürlich durfte ein Besuch im Weihnachtsgeschäft nicht fehlen.
Auch wenn das Wetter kühl und windig war, hinterließ Honningsvåg mit seiner einzigartigen Atmosphäre und der Nähe zum Nordkap einen bleibenden Eindruck. Eine Reise an diesen entlegenen Ort ist zweifellos ein unvergessliches Erlebnis.
Am frühen Morgen kam unser Schiff im Hafen von Alta an. Das Wetter war kühl, aber angenehm, und die ersten Sonnenstrahlen tauchten die umliegenden Berge in ein sanftes Licht. Alta war mit Schnee bedeckt und tauchte die Landschaft in eine Weihnachtsmärchen.
Nach dem Verlassen des Schiffes führte uns unser Weg in das Stadtzentrum. Dafür nahmen wir den öffentlichen Bus der Linie 40. die Haltestelle ist ca. 200 Meter vom Anleger entfernt. Alta ist bekannt für seine faszinierende Geschichte und moderne Architektur. Besonders beeindruckend war die Nordlichtkathedrale, ein architektonisches Meisterwerk mit ihrer spiralförmigen Form, die an das Polarlicht erinnert.
Nach der Besichtigung der Stadt entschieden wir uns für einen Rückweg durch die Natur. Ein Wanderweg führte uns durch einen dichten Wald mit hohen Kiefern und schneebedeckten Boden. Die Stille war nur vom Zwitschern der Vögel und dem Rascheln des Windes in den Bäumen unterbrochen.
Zurück am Schiff ließen wir die Eindrücke unserer Reise Revue passieren. Die Mischung aus moderner Architektur, Geschichte und unberührter Natur machte den Besuch in Alta zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Voller toller Erlebnisse und Erinnerungen nahm die Reise weiter ihren Lauf und es ging dan Trondheim.
Unsere Reise mit der AIDA führte uns in die geschichtsträchtige Stadt Trondheim, eine der ältesten Städte Norwegens. Für unseren Landgang wählten wir den Ausflug THM06x, der uns mit dem Bus durch Trondheim führte, einen Halt an einer Aussichtsplattform, eine Fahrt mit der historischen Straßenbahn und einen Besuch des Forts beinhaltete.
Nach dem Verlassen des Schiffes startete unsere Tour mit einer Bustour durch Trondheim. Die Stadt beeindruckte sofort mit ihren bunten Holzhäusern, breiten Straßen und historischen Bauwerken. Unser erster Halt war eine Aussichtsplattform, von der wir einen atemberaubenden Blick über die Stadt und den Trondheimfjord hatten – ein perfekter Ort für Fotos.
Ein besonderes Highlight war die Fahrt mit der historischen Straßenbahn “Gråkallbanen”, die als nördlichste Straßenbahn der Welt gilt. Die nostalgischen Wagen und die gemächliche Fahrt durch die grünen Hügel und Vororte von Trondheim gaben uns das Gefühl, in die Vergangenheit zu reisen.
Anschließend besuchten wir das Kristiansten Fort, das hoch über der Stadt thront. Die Festung aus dem 17. Jahrhundert bot nicht nur faszinierende Einblicke in die Geschichte der Stadt, sondern auch einen herrlichen Panoramablick auf Trondheim und die umliegende Landschaft.
Nach dem kulturellen Teil der Tour blieb noch Zeit für einen Bummel durch die Stadt. Kehrten noch in ein typisches Cafe ein und treffen nette Personen vom Schiff. Wir spazierten durch die charmanten Gassen, besuchten kleine Geschäfte und genossen die Atmosphäre am Fluss Nidelva. Besonders beeindruckend war der Blick auf die bunten Lagerhäuser und die berühmte Gamle Bybro, die alte Stadtbrücke.
Am Nachmittag kehrten wir zum Hafen zurück, voller unvergesslicher Eindrücke aus Trondheim. Die Mischung aus Geschichte, Kultur und wunderschöner Natur machte diesen Ausflug zu einem besonderen Erlebnis.
Unsere Reise mit der AIDA führte uns in die kleine, aber charmante Küstenstadt Måløy an der norwegischen Westküste. Da die Liegezeit nur bis 13 Uhr war, nutzten wir die Zeit für einen kurzen, aber intensiven Eindruck dieser besonderen Stadt.
Schon beim ersten Spaziergang durch Måløy fielen uns die kunstvoll bemalten Hauswände auf. Die großflächigen Wandmalereien erzählten Geschichten der Stadt, von der Fischerei bis hin zu Szenen aus dem Alltag. Diese kreative Gestaltung verlieh Måløy einen ganz besonderen Charme.
Ein Highlight unseres Aufenthalts war der Ausflug zur Aussichtsplattform, die einen atemberaubenden Blick über die Bucht und die umliegende Inselwelt bot. Von dort aus konnten wir das raue, aber wunderschöne Panorama der norwegischen Küste genießen – trotz des wechselhaften Wetters. Innerhalb kürzester Zeit erlebten wir Sonne, Schneeschauer und dichten Nebel, die sich im 30-Minuten-Takt abwechselten und der Landschaft eine dramatische Stimmung verliehen. Auf der Aussichtsplattform durften wir auch unseren Schneemann Trolly zum Leben erwecken, der nun dort oben über Maloy wacht.
Zum Abschluss unseres Aufenthalts entdeckten wir ein gemütliches Café in Hafennähe, das mit skandinavischem Charme und leckerem Gebäck überzeugte. Bei einer heißen Tasse Kaffee konnten wir noch einmal die Atmosphäre von Måløy auf uns wirken lassen, bevor es zurück aufs Schiff ging.
Trotz der kurzen Liegezeit hinterließ Måløy mit seiner Street Art, den beeindruckenden Ausblicken und dem typischen norwegischen Küstenflair einen bleibenden Eindruck.
Kleines Highlight auf der Rückreise nach Hamburg. Auf der Nordsee trafen wir die AIDA Nova und beide Schiffe fuhren zeitweilig nebeneinander her. Die Nova kam aus Oslo und hatte das selbe Ziel Hamburg.
Ein tolles Erlebnis.
Während der zwei Wochen an Bord genossen wir nicht nur die entspannte Atmosphäre des Schiffes, sondern auch atemberaubende Ausflüge an Land. Die norwegischen Fjorde, malerische Küstenstädte und spektakulären Aussichten boten immer wieder neue Höhepunkte. Ob in Trondheim, Alta, das Nordkap oder Måløy – überall gab es faszinierende Orte zu entdecken. Besonders beeindruckend waren die Aussichtsplattformen mit ihren grandiosen Blicken über Fjorde und Buchten, aber auch die kleinen, charmanten Städte mit ihren bunten Häusern und historischen Sehenswürdigkeiten.
Neben den landschaftlichen Erlebnissen blieb viel Zeit zur Erholung. Die Seetage boten Gelegenheit zum Entspannen, sei es bei einem Kaffee an Deck mit Blick auf das Meer oder beim Wellness-Angebot an Bord. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz – wir durften nette Menschen kennengelernt und haben schöne Abende in guter Gesellschaft verbracht.
Am Ende ging die Zeit viel zu schnell vorbei. Zwei Wochen fühlten sich an wie ein Wimpernschlag, und doch bleiben die Erinnerungen an diese Reise noch lange erhalten. Norwegen mit AIDA war wieder einmal ein unvergessliches Erlebnis – und die nächste Reise kommt bestimmt!