Tag 1: Anreise und erste Meeresbrise in Wismar
Der erste Tag unseres Urlaubsausflugs ist vollbracht, und das beste Gefühl überhaupt hat sich sofort eingestellt: Ankommen, Schlüssel umdrehen, Urlaub! Mit unserem Wohnmobil ging es heute entspannt in Richtung Wismar, wo wir das Ziel für unseren ersten Stopp angesteuert haben: den Campingplatz Ostseecamping.
Schon bei der Ankunft war klar, dass wir hier genau richtig sind. Der Platz liegt traumhaft schön direkt an der Ostsee – nah am Wasser geht es kaum! Das Wetter hat ebenfalls absolut perfekt mitgespielt: strahlender Sonnenschein, blaue Ostsee und genau die richtige Dosis sommerlicher Wärme.
Kaum war das Wohnmobil ausgerichtet und der Stellplatz eingerichtet, gab es natürlich nur einen logischen nächsten Schritt: Badesachen an und ab ins kühle Nass! Die Ostsee hat sich von ihrer besten Seite gezeigt, auch wenn der Weg ins tiefere Wasser eine kleine Entdeckungsreise für sich war. Wie so oft an diesem Küstenabschnitt fällt das Ufer extrem flach ab – man muss wirklich ein gutes Stück hineinlaufen, bis man tief genug steht, um ordentlich schwimmen zu können. Aber das tat der Erfrischung absolut keinen Abbruch. Es tut einfach gut, die erste Runde durchs Meer zu ziehen und die Beine nach der Fahrt durchzubewegen.
Den ersten Abend lassen wir jetzt gemütlich vor dem Wohnmobil ausklingen, mit Meeresrauschen im Hintergrund und bester Laune. Der Auftakt könnte wirklich nicht besser sein – so kann der Urlaub weitergehen!
Am nächsten Tag ging es bei herrlichem Sonnenschein und bestem Sommerwetter morgens rauf aufs Rad. Ziel war die Eisdiele Anne Ecke – eine absolute Empfehlung! Das Eis war super lecker und die Bedienung außergewöhnlich freundlich. Ein rundum gelungener Ausflug.
Der Nachmittag, nach der Rückkehr, kühlte es merklich ab. Wir haben das beste daraus gemacht und den restlichen Tag ganz entspannt und ruhig auf dem Platz verbracht, die Seele baumeln lassen und einfach abgeschaltet.
Ein perfekt ausbalancierter Urlaubstag zwischen schöner Aktivität und erholsamer Ruhe!
3. Tag
Der dritte Urlaubstag begann mit einer wunderschönen, etwa zehn Kilometer langen Fahrradtour, die uns immer am Wasser entlang direkt nach Wismar führte. In der historischen Altstadt angekommen, machten wir als Erstes Halt an der Heiligen-Geist-Kirche. Der Besuch hat sich wirklich gelohnt, denn die kunstvollen, detaillierten Holzschnitzereien im Inneren sind absolut beeindruckend. Anschließend schlenderten wir weiter über den Marktplatz, um den berühmten Wasserkunst-Brunnen zu bewundern, bevor wir das maritime Flair am Hafen genossen.
Am Nachmittag stand ein besonders schönes Wiedersehen auf dem Programm: Wir trafen Petras Onkel Dieter und Silke. Bei herrlichem Kaffee in der Rösterei Acosta - La Casa del Café – ein echter Geheimtipp für Kaffeeliebhaber – gab es nach langer Zeit wieder einmal unendlich viel zu erzählen. Den rundum gelungenen Tag schlossen wir mit einem fantastischen Abendessen im Traditionslokal Zum Alten Schweden direkt am Markt ab.
Ein kleines Abenteuer wartete schließlich auf der Heimfahrt auf uns: Ein kräftiger Regenschauer überraschte uns unterwegs, sodass wir zwar komplett durchnässt, aber rundum glücklich wieder am Platz ankamen.
Tag 4: Anreise zum Schloss Sigrön und Eindrücke vor Ort
Nach der Zeit an der Ostsee setzten wir unsere Reise fort und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel: dem Campingplatz am Schloss Sigrön. Aufmerksamkeit auf diesen Platz hatte die Sendung Camping Check mit Friso geweckt. Angepriesen als Ort für Luxus-Camping, hohe Erholung und Ruhe, waren unsere Erwartungen dementsprechend hoch – was bei einem Übernachtungspreis von 62 € für zwei Personen durchaus nachvollziehbar ist.
Nach rund zwei Stunden Fahrzeit erreichten wir das Gelände um 13:30 Uhr. Da der Einlass sowie die Rezeption erst ab 14:00 Uhr öffneten, nutzten wir die Wartezeit für einen ersten Blick auf das Areal. Der Platz hinterließ sofort einen gepflegten und weitläufigen Eindruck und war mit etwa zwölf Fahrzeugen angenehm überschaubar belegt.
Um 14:00 Uhr wandten wir uns an die Rezeption. Die Anmeldung gestaltete sich sachlich: Da wir vorab online gebucht und gezahlt hatten, war eine formelle Aufnahme laut der Besitzerin nicht mehr erforderlich. Die Zufahrt erfolgte über einen Zugangscode. Da uns die Systemmail mit den Zugangsdaten im Vorfeld nicht erreicht hatte – was sich auch nach kurzer Überprüfung der Mailfilter bestätigte –, händigte uns die Besitzerin den Code unkompliziert auf einem Zettel aus. Zwar hätte man sich als Gast bei der Begrüßung etwas mehr Wärme gewünscht, aber die Anreise war damit zügig abgeschlossen.
Unser Stellplatz entschädigte uns schnell: Wir standen direkt am Poolbereich. Die Poolanlage ist wirklich hervorragend gestaltet und lädt sofort zum Entspannen ein. Besonders positiv blieb uns das Gespräch mit einem Mitarbeiter vor Ort in Erinnerung, der uns die Anlage freundlich und ausführlich erklärte. Seine hilfsbereite und zuvorkommende Art hat den Gesamteindruck maßgeblich aufgewertet.
Auch die sanitären Anlagen verdienen eine Erwähnung: Das super moderne Waschhaus wird dem Anspruch an ein gehobenes Camping-Erlebnis absolut gerecht und bietet einen sehr hohen Komfort. Das namensgebende Schloss selbst lässt sich vom Campingplatz aus allerdings nur erahnen, da es größtenteils durch den dichten Baumbestand verdeckt wird.
Fazit des Tages: Es war definitiv eine interessante Erfahrung, dieses Konzept auszuprobieren und die hochwertige Ausstattung vor Ort zu nutzen. Ein rundum gelungener Tag mit Erholungsfaktor am Pool – auch wenn es für uns bei diesem einmaligen Besuch bleiben wird.
Tag 5: Entspannte Auszeit an der Havel
Nach unserer Weiterreise erreichten wir als nächsten Halt das Stadtmarina Camping in Brandenburg an der Havel. Der Stellplatz überzeugte sofort mit seiner tollen Lage direkt am Wasser und einer hervorragenden Ausstattung.
Da der Wettergott es an diesem Tag nicht ganz so gut mit uns meinte und es durchgehend regnete, machten wir das Beste daraus: Ein kleiner Einkaufsbummel im Beetzsee Center sorgte für Abwechslung und neue Vorräte. Den Rest des Tages verbrachten wir gemütlich und gut geschützt im Wohnmobil. Das prasselnde Geräusch des Regens auf dem Dach und ein ruhiger Nachmittag machten den Tag perfekt, um einmal so richtig abzuschalten und neue Kraft für die nächsten Etappen zu tanken.
Tag 6: Gute Fahrt, neue Schätze und ein freudiges Wiedersehen
Die Anreise nach Dresden verlief absolut reibungslos. Auf den knapp 300 Kilometern rollten wir völlig staufrei dahin und kamen unserem Tagesziel zügig näher.
Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp im Outlet Schwarzheide ein – eigentlich mit der klaren Rollenverteilung, dass Petra etwas shoppen wollte und ich mich zurückhalte. Es kam jedoch wie so oft ganz anders: Während Petra dieses Mal leer ausging, wurde ich überraschenderweise fündig!
Am Nachmittag erreichten wir schließlich unser Ziel für die kommenden vier Tage: den Campingplatz Wostra in Dresden. Da wir bereits im vergangenen Jahr hier zu Gast waren, fühlten wir uns auf dem wunderschönen Platz unweit der Elbe sofort wieder heimisch. Ein großer Pluspunkt ist die ideale Lage, denn unsere Freunde wohnen nur etwa 15 Gehminuten entfernt.
Zum entspannten Ankommen ging es für uns zuerst auf ein Kaltgetränk in die Radler Bar an der Elbe und im Anschluss noch auf eine kurze Radtour in die Dresdner Innenstadt. Die perfekte Überraschung folgte schließlich am Abend: Unsere Freunde standen plötzlich direkt bei uns am Wohnmobil, und gemeinsam ließen wir den Tag in bester Gesellschaft gemütlich ausklingen.
Tag 7: Höhenmeter, historische Technik und ein geselliger Abend
Nach dem gemütlichen Vorabend starteten wir frisch in den Tag. Wir schwangen uns auf die Fahrräder und machten uns auf den Weg zur Schwebebahn. Für den Wechsel auf die andere Elbseite nutzten wir die Fähre – eine wunderbare kleine Auszeit direkt auf dem Wasser. Drüben angekommen, traten wir entspannt an der Elbe entlang bis zur Talstation weiter.
Die Tickets waren rasch besorgt, und schon ging es mit der geschichtsträchtigen Bahn bergauf.
Kurz zur Historie der Schwebebahn: Die 1901 eröffnete Dresdner Schwebebahn gilt als die älteste Bergschwebebahn der Welt. Konstruiert nach dem System von Eugen Langen (der auch die berühmte Wuppertaler Schwebebahn entwarf), überwindet sie auf einer Strecke von knapp 274 Metern etwa 84 Höhenmeter. Anders als bei normalen Schwebebahnen wird sie zusätzlich von einem Zugseil bergan gezogen.
Oben angekommen, wurden wir auf der Aussichtsterrasse belohnt: Bei einem kühlen Getränk genossen wir das fantastische Panorama und den weitläufigen Blick über ganz Dresden.
Wieder unten angekommen, führte uns unsere Radtour über ein weiteres Wahrzeichen der Stadt: das Blaue Wunder.
Kurz zum Blauen Wunder: Offiziell heißt die markante Stahlfachwerkkonstruktion Loschwitzer Brücke und wurde 1893 eingeweiht. In ihrer Entstehungszeit galt sie als technische Meisterleistung, da sie eine extrem große Spannweite ohne Strompfeiler im Fluss überbrückte. Den Spitznamen verdankt sie ihrem blauen Anstrich und dem staunenden Staunen der damaligen Bevölkerung über dieses ingenieurtechnische "Wunder".
Nach einem kurzen Stopp steuerten wir zügig wieder unseren Campingplatz an, denn der Zeitplan für den Spätnachmittag stand fest: Um 17 Uhr wurden wir pünktlich von unserer Weinwander-Gruppe abgeholt. Gemeinsam ging es zum Abendessen, wo wir den Tag in bester Gesellschaft und bei hervorragendem Essen ausklingen ließen.
Tag 8 auf zum Schloss Pillnitz
Der Tag startete mit sanftem Prasseln auf dem Dach: Regen. Also legten wir erst einmal die Beine hoch und läuteten den Morgen mit einem ausgiebigen, gemütlichen Frühstück und tiefster Entspannung ein.
Gegen Mittag war der Regen vorüber und wir trafen uns wie verabredet mit unseren Freunden. Mit den Rädern ging es entspannt zur Fähre, wir setzten über die Elbe über und rollten direkt auf das beeindruckende Schloss Pillnitz zu. Nach einer fantastischen Kaffeepause machten wir uns an die Erkundung des Schlossparks. Eine wirklich wunderschöne und weitläufige Anlage!
Das absolute Highlight war das Gewächshaus mit der berühmten Pillnitzer Kamelie (oft als Kamelien-Baum bezeichnet):
- Das Glashaus auf Schienen: Das spektakulärste Detail am Kamelienhaus ist seine Ingenieurskunst. Das tonnenschwere, riesige Schutzhaus aus Glas steht auf fest verlegten Schienen. Im Sommer wird die gesamte Konstruktion einfach weggefahren, damit die Pflanze unter freiem Himmel stehen kann, und im Herbst rollt das Haus vollautomatisch wieder über den Baum zurück!
- Die berühmte Pillnitzer Kamelie: Dieser gigantische, über 250 Jahre alte Kamelien-Baum ist fast 9 Meter hoch und gilt als die älteste und größte Kamelie Europas nördlich der Alpen. Im Frühjahr erstrahlt sie in zehntausenden karminroten Blüten. Dank der zweietagigen Galerie im Haus kann man diese pflanzliche Rarität sogar von oben bestaunen!
Anschließend ging es weiter in die Dresdner Altstadt für einen entspannten Bummel durch die historischen Gassen. Nach einem schmackhaften gemeinsamen Abendessen wartete das Abendprogramm: die Nachtwächter-Tour. 1,5 Stunden lang führte uns der Nachtwächter launig und voller packender Geschichten durch das nächtliche Dresden – lehrreich, unterhaltsam und mit jeder Menge Humor!
Vollgepackt mit neuen Eindrücken und nach einem rundum gelungenen Tag fielen wir um Punkt 23:50 Uhr glücklich und müde ins Bett.
Tag 9 ab in die Weinberge
Der Wecker schlug unbarmherzig zu, doch die Aussicht auf diesen Tag ließ alle Müdigkeit im Nu verfliegen. Schon um 07:45 Uhr hielt der Wagen unserer Freunde am Campingplatz, um uns abzuholen. Erstes Ziel des Tages: Das Hotel der restlichen Truppe mitten in Dresden. Dort wartete bereits ein riesiges, duftendes Frühstücksbuffet auf uns. Bei Dampfendem Kaffee, frischen Brötchen und lauter Vorfreude wurde ausgiebig geschlemmt, gelacht und der Tag eingeläutet.
Viel Zeit zum Füße Hochlegen blieb allerdings nicht, denn der Zeitplan war sportlich! Punkt 10:30 Uhr machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur Bahn. Das Ziel: Radebeul, genauer gesagt das malerische Schloss Wackerbarth. Als wir das prachtvolle Barockensemble erreichten, begann pünktlich um 11:15 Uhr das Verwöhnprogramm. Ein erstes Glas edler Tropfen wandert in die Hand – die perfekte Einstimmung auf die anstehende Weinwanderung!
Anschließend ging es direkt hinein in die sonnenverwöhnten Steillagen der Weinberge. Schnell stellte sich heraus: Hier war Standfestigkeit gefragt, denn die Pfade verlangten uns durchaus etwas Kondition ab! Doch die Mühe wurde belohnt: Der Panoramablick über das Elbtal war schlichtweg atemberaubend. Nach der lehrreichen Tour durch die Reben folgte der gemütlichste Teil – eine ausgiebige Weinverkostung, bei der wir uns mit bestem Gewissen durch die regionalen Köstlichkeiten probierten. Nach zweieinhalb rundum gelungenen, fröhlichen Stunden ging die Zeit im Weinberg leider viel zu schnell zu Ende.
Nach einer kurzen Verschnaufpause rollten wir mit der Bahn auch schon wieder zurück nach Dresden. Kultur stand auf dem Plan! Um 17:00 Uhr wartete eine exklusive Führung durch die weltberühmte Semperoper auf uns. Der Anblick der prunkvollen Foyers, der vergoldeten Ränge und der gewaltigen Bühne raubte uns schlicht den Atem – ein gigantischer Kontrast zum rustikalen Charme der Weinberge.
Den krönenden Abschluss dieses vollgepackten Tages bildete ein wunderbares, gemeinsames Abendessen. Bei fantastischem Essen, klirrenden Gläsern und lauter glücklichen Gesichtern ließen wir die vielen Eindrücke Revue passieren. Was für ein unvergesslicher Tag in Dresden! Ein riesiges Dankeschön geht an Natalie und Florian – eure Organisation war einfach absolute Spitzenklasse!
Tag 10 und Erholung am See
Nach dem fantastischen und erlebnisreichen Wochenende in Dresden hieß es wieder: Motor anwerfen und Kurs auf den Harz nehmen! Ganz ohne Zwischenstopp sollte die Fahrt allerdings nicht verlaufen, denn für meine Frau stand ein fester Programmpunkt auf dem Zettel: ein Besuch auf Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln.
Was früher einmal als gemütliche Erdbeererlebnisanlage mit dem Schwerpunkt auf leckeren Erdbeererzeugnissen und regionalem Verkauf begann, hat sich in den letzten Jahren ordentlich verändert. Mittlerweile ist das Gelände zu einem ausgewachsenen Vergnügungspark herangewachsen. Trubel, Action und Menschenmassen dominierten das Bild. Für meinen Geschmack hat das leider nicht mehr viel mit entspannter Gemütlichkeit zu tun – weshalb ich für mich persönlich beschlossen habe, dass dies definitiv mein letzter Besuch in Döbeln war.
Da wir unseren Stellplatz im Harz erst für den übernächsten Tag gebucht hatten, nutzten wir die Freiheit des Wohnmobils und legten spontan einen Zwischenstopp ein. Die Wahl fiel auf die Marina in Braunsbedra – und das erwies sich als absoluter Glücksgriff!
- Perfekte Lage: Ein wunderschön angelegter Stellplatz direkt am Wasser mit einem fantastischen Panoramablick über das Treiben im Hafen.
- Faires Gesamtpaket: Für unschlagbare 25,- Euro pro Nacht war hier bereits alles inklusive – von Strom bis hin zur Nutzung der gepflegten WC- und Duschräume.
- Entspannter Ausklang: Nach dem Trubel des Mittags schalteten wir hier sofort wieder zwei Gänge zurück. Wir schlenderten gemütlich den Pier entlang, genossen die maritime Atmosphäre und ließen den Tag schlussendlich bei einem kühlen Getränk in der stimmungsvollen Strandbar entspannt ausklingen.
So lässt es sich reisen: Nach einem lauten Zwischenstopp die absolute Ruhe am Wasser genießen!
Tag 11: Idyllische Teichkulisse und ein Hauch von Abenteuer beim Einparken
Nachdem wir den schönen Stellplatz am See hinter uns gelassen hatten, machten wir uns langsam auf den Weg Richtung Heimat. Aber ein ganz besonderes Highlight stand noch auf unserem Plan: der 5-Sterne-Campingplatz Wiesenbeker Teich in Bad Lauterberg. Wir hatten den Platz vorab in der NDR-Reisesendung „Tietjen campt“ entdeckt und spontan zwei Nächte gebucht – und das Panorama enttäuschte nicht!
Der Campingplatz liegt absolut traumhaft direkt am Wasser. Ob Sandstrand, Wasserskistrecke oder das erstklassige Waschhaus: Hier wird wirklich einiges geboten, und der Blick auf den Teich ist einfach wunderschön. Was uns sofort verzauberte, war die herrliche Stille. Kein Autolärm, kein Zivilisationskrach – einfach Natur pur zum Durchatmen.
Ein kleines Abenteuer hielt die Ankunft dann aber doch für uns bereit: Die Stellplätze für ein 6,5-Meter-Wohnmobil wie unseres sind hier durchaus knackig bemessen und das Ausrichten hat es in sich! Beim ersten Platz hatten wir trotz demontiertem Fahrradträger kaum Chance, die Hecktüren vernünftig zu öffnen. Auf Nachfragen beim Team konnten wir aber den Platz wechseln. Auf dem zweiten Platz hat es dann geklappt: Mit unseren Auffahrkeilen und Feintuning über die Luftfederung standen wir schließlich perfekt in der Waage.
Am Nachmittag durfte ein Ausflug ins nahe gelegene Bad Lauterberg natürlich nicht fehlen. Die gut drei Kilometer dorthin gingen fast ausschließlich bergab ruckzuck von der Hand – auch wenn uns beim Verlassen der Stadt schon klar war, dass der Rückweg hinauf zum Teich eine sportliche Leistung werden würde! Ein rundum schöner, entspannter Tag, den wir glücklich im Wohnmobil ausklingen ließen.
Tag 12 & Abreise: Versöhnlicher Naturgenuss und Heimkehr
Der Tag startete typisch gemütlich für einen Regentag: Bis zur Mittagszeit trommelten die Tropfen aufs Dach, was uns die perfekte Ausrede für einen herrlich entspannten Morgen im Wohnmobil lieferte. Ausschlafen, heißer Kaffee und einfach die Seele baumeln lassen – besser kann ein verregneter Vormittag kaum genutzt werden.
Pünktlich zum Nachmittag meinte es der Wettergott wieder gut mit uns: Die Wolken rissen auf, die Sonne kam heraus und wir machten uns auf zu einer wunderschönen Rundtour um den Wiesenbeker Teich.
Ein Juwel im Harz – Der Wiesenbeker Teich:
Der Teich ist nicht nur eine malerische Kulisse, sondern auch ein faszinierendes Stück Geschichte. Er wurde bereits im 18. Jahrhundert von Bergleuten für den Oberharzer Bergbau angestaut, um Wasserkraft für die nahe gelegene Grube Scholmzeche zu liefern. Heute gehört das Gewässer als Bestandteil der Oberharzer Wasserwirtschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe. Umgeben von dichtem Nadelwald und sanften Harzer Bergen strahlt das Gewässer eine tiefe Ruhe aus – besonders, wenn sich nach dem Regen die Sonne wieder im Wasser spiegelt.
Der Spaziergang entlang des Ufers war ein absolut gelungener Abschluss für unsere Reise. Die frische Waldluft und die malerischen Ausblicke über das klare Wasser ließen uns noch einmal richtig durchatmen.
Am nächsten Morgen hieß es dann schließlich: Sachen packen und Abfahrt gen Heimat. Ein rundum gelungener, vielseitiger und wunderschöner Urlaub ging damit zu Ende – mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck und der Vorfreude auf die nächste Tour!