AIDA Gibraltar 2025 - Cartagena

 

Reisebericht – Tag 5: Cartagena

 

Am Morgen legte die AIDAluna sanft im Hafen von Cartagena an. 17 Grad, milde Wintersonne, dieses klare Mittelmeerlicht, das alles ein wenig freundlicher aussehen lässt. Nach einem entspannten und wie immer hervorragenden Frühstück im Rossini gingen wir von Bord. Kein Ausflug, kein Bus, kein Zeitdruck – die Stadt beginnt praktisch direkt hinter dem Hafentor, keine fünf Minuten zu Fuß. Luxus in seiner unauffälligsten Form.

 

Cartagena überrascht. Die Stadt wirkt auf den ersten Blick ruhig und überschaubar, doch sie ist ein geschichtliches Schichtmodell: Phönizier, Römer, Mauren, Spanier – alle haben hier Spuren hinterlassen. Unser erster großer Halt war das römische Theater, eines der bedeutendsten Spaniens. Es liegt eingebettet zwischen modernen Gebäuden und offenbart sich erst Schritt für Schritt. Gerade das macht den Eindruck so stark: Man geht durch ein Museum, durch Gänge und Ausstellungsräume, und plötzlich öffnet sich der Blick auf die gewaltigen Sitzreihen aus Stein. Über 2.000 Jahre alt, erstaunlich gut erhalten, und mit einer Akustik, die selbst heute noch Ehrfurcht erzeugt. Geschichte, die nicht hinter Glas steht, sondern Raum einnimmt.

 

Direkt im Anschluss besuchten wir das Museo Naval, das maritime Museum der Stadt. Cartagena ist bis heute ein wichtiger Stützpunkt der spanischen Marine, und das merkt man. Modelle von Kriegsschiffen, historische Navigationsinstrumente, Uniformen und Karten erzählen von Seefahrt, Entdeckungen und militärischer Strategie. Besonders spannend ist der Kontrast: draußen das moderne Hafenleben, drinnen Jahrhunderte maritimer Geschichte. Für eine Hafenstadt ist dieses Museum kein Beiwerk, sondern Identität.

Zwischendurch blieb Zeit, einfach durch die Straßen zu schlendern. Palmen, kleine Plätze, Cafés, spanische Gelassenheit. Cartagena wirkt nicht überlaufen, eher angenehm entschleunigt – eine Stadt, die nichts beweisen muss.

 

Am Abend kehrten wir zurück an Bord. Die Sonne senkte sich langsam über dem Hafen, die Lichter der Stadt spiegelten sich im Wasser, und kurz darauf hieß es wieder: Leinen los. Cartagena blieb zurück, und die AIDAluna nahm Kurs auf Valencia. Ein ruhiger, schöner Tag – genau die Art von Etappe, die eine Mittelmeerreise so besonders macht.