Aida Tour Mittelmeer Gibraltar
Unsere Mittelmeerreise mit der AIDAluna begann ungewöhnlich früh. Bereits um 5 Uhr morgens starteten wir von Hannover in Richtung Mallorca. Die frühe Anreise hatte jedoch einen klaren Vorteil: Wir waren sehr früh am Hafen und gehörten zu den ersten Gästen an Bord. Das Gefühl, ein fast noch ruhiges Schiff zu betreten, hatte etwas Besonderes.
Diese Reise war die erste Fahrt nach ihrem Werftaufenthalt. Schon beim Betreten merkte man, dass vieles aufgefrischt und modernisiert wurde. Alles wirkte hell, durchdacht und sehr gepflegt – ohne den vertrauten Charakter des Schiffes zu verlieren.
Wir hatten uns bewusst für eine besondere Kabine am Bug entschieden. Diese Wahl hat sich mehr als gelohnt. Der Blick nach vorne, direkt über den Bug hinaus aufs offene Meer, war beeindruckend. Gerade in ruhigen Momenten hatte man das Gefühl, ganz vorne an der Reise zu stehen – mit freier Sicht auf Horizont und Wellen.
Ein echtes Highlight war das Theatrium. Nach der Werft präsentierte es sich offen, modern und einladend. Die Kombination aus Bühne, Bars und Sitzmöglichkeiten wirkte großzügig und lebendig. Auch die gesamte Ausstattung des Schiffes überzeugte: geschmackvolle Materialien, klare Linien und viele kleine Details, die zeigten, wie viel Wert auf Atmosphäre und Komfort gelegt wurde.
Am Abend stand das Welcome Dinner im Rossini auf dem Programm. Ein perfekter Start in die Reise. Das Essen war hervorragend, fein abgestimmt und mit viel Liebe zum Detail serviert. Dazu kam ein sehr stilvolles Ambiente und aufmerksamer Service – ein Abend, der sofort Urlaubsgefühl aufkommen ließ.
Später am Abend war es dann so weit: Die AIDAluna legte ab, langsam und majestätisch, mit Kurs auf Gibraltar. Vom Deck aus den Hafen von Mallorca hinter sich zu lassen, während die Lichter kleiner wurden und das Meer vor uns lag, war ein ruhiger, fast magischer Moment. Spätestens hier war klar: Die Reise hatte begonnen.
2. Tag – Seetag Richtung Gibraltar
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Entschleunigung. Ein klassischer Seetag, wie man ihn sich wünscht. Die AIDA Luna glitt ruhig durch das Mittelmeer, das Meer war spiegelglatt und das Wetter angenehm warm – genau die richtige Mischung aus Sonne und frischer Brise.
Der Tag begann mit einem ausgedehnten Frühstück im Rossini. In ruhiger Atmosphäre, mit Blick aufs Meer, ließ es sich herrlich in den Tag starten. Ohne Zeitdruck, ohne Termine – einfach ankommen im Urlaubsmodus.
Im Anschluss nutzten wir das vielfältige Angebot an Bord: etwas Sport zum Ausgleich, danach pure Entspannung bei den vorab gebuchten Massagen. Die Kombination aus Bewegung und Wellness war perfekt abgestimmt und fühlte sich an wie ein kleiner Reset. Zwischendurch immer wieder der Blick aufs offene Meer – dieses Gefühl von Weite und Ruhe ist auf See einfach etwas Besonderes.
Ein rundum gelungener Seetag, der Lust auf das nächste Ziel machte.
3. Tag – Gibraltar
Am dritten Tag erreichten wir Gibraltar. Schon beim Einlaufen beeindruckt der markante Felsen von Gibraltar, der majestätisch über Stadt und Hafen thront – ein unverwechselbares Wahrzeichen und sofort ein echter Hingucker.
Nach dem Anlegen ging es direkt vom Schiff in die Stadt. Die geplante Fahrt mit der Seilbahn auf den Felsen musste leider entfallen, da diese wegen umfangreicher Umbauarbeiten noch bis 2027 geschlossen ist. Doch auch ohne Seilbahn hatte Gibraltar einiges zu bieten.
Wir erkundeten die Stadt zu Fuß. Gibraltar ist eine faszinierende Mischung aus britischem Flair und mediterraner Lebensart. Rote Telefonzellen, englische Pubs und Straßennamen treffen auf spanisches Lebensgefühl, Palmen und enge, lebendige Gassen. Besonders die Main Street mit ihren vielen Geschäften, Cafés und kleinen Läden lädt zum Bummeln ein.
Überall spürt man die besondere Geschichte dieses Ortes: britisches Überseegebiet, strategisch bedeutend und kulturell einzigartig. Der Blick auf die Meerenge von Gibraltar, wo Mittelmeer und Atlantik aufeinandertreffen, ist beeindruckend – an klaren Tagen kann man sogar die Küste Afrikas erkennen.
Am Nachmittag kehrten wir zurück an Bord. Die AIDA Luna lief schließlich wieder aus, Kurs auf Málaga. Während die Lichter Gibraltars langsam hinter uns verschwanden. Ein stimmungsvoller Abschluss eines erlebnisreichen Tages war das Suiten Treffen in der neuen Panorama Bar auf der Luna
Reisebericht – Tag 4: Málaga
Der Morgen begrüßte uns mit echtem Winterluxus: 16 Grad, strahlende Sonne und diese besondere, entspannte Atmosphäre, die Andalusien selbst im Dezember versprüht. Für heute stand Málaga auf dem Plan – mit einem vorab über AIDA gebuchten Ausflug zum Bioparc in der Umgebung der Stadt. Der Preis von 59 Euro erwies sich schnell als fair, denn allein der reguläre Eintritt liegt bereits bei rund 30 Euro.
Pünktlich um 9:30 Uhr starteten wir mit dem Bus vom Hafen. Die Fahrt dauerte etwa 45 Minuten und führte uns durch die sanfte Landschaft rund um Málaga, bis wir den Bioparc erreichten – einen Zoo, der sich angenehm von klassischen Tierparks abhebt.
Was sofort auffiel: keine klassischen Käfige, keine sichtbaren Gitter. Stattdessen naturnahe Lebensräume, die clever mit Wasserläufen, Felsen und Pflanzen voneinander getrennt sind. Man fühlt sich weniger wie ein Besucher, mehr wie ein stiller Gast mitten im Lebensraum der Tiere. Besonders beeindruckend waren die afrikanischen Bereiche mit Giraffen, Nashörnern und Flusspferden, die man aus nächster Nähe beobachten konnte. Auch die großen Volieren mit exotischen Vögeln und die verspielten Lemuren sorgten immer wieder für Staunen. Der Park ist liebevoll gestaltet, ruhig, sauber und bietet viele schattige Wege – ideal für einen entspannten Rundgang.
Nach einem erlebnisreichen Vormittag ging es am frühen Nachmittag zurück zum Schiff. Den Rest des Tages nutzten wir ganz bewusst zum Abschalten: etwas Sport, ein Besuch im Wellnessbereich und einfach die Zeit an Bord genießen.
Am Abend folgte ein weiteres Highlight: ein hervorragendes Dinner im East Fusion Restaurant. Asiatisch inspirierte Küche, perfekt abgestimmt, in stilvollem Ambiente – ein wunderbarer Abschluss dieses Tages.
Als die AIDA Luna schließlich Málaga verließ und Kurs auf Cartagena nahm, lagen ein sonniger Ausflug, viele besondere Eindrücke und ein rundum gelungener Tag hinter uns.
Reisebericht – Tag 5: Cartagena
Am Morgen legte die AIDAluna sanft im Hafen von Cartagena an. 17 Grad, milde Wintersonne, dieses klare Mittelmeerlicht, das alles ein wenig freundlicher aussehen lässt. Nach einem entspannten und wie immer hervorragenden Frühstück im Rossini gingen wir von Bord. Kein Ausflug, kein Bus, kein Zeitdruck – die Stadt beginnt praktisch direkt hinter dem Hafentor, keine fünf Minuten zu Fuß. Luxus in seiner unauffälligsten Form.
Cartagena überrascht. Die Stadt wirkt auf den ersten Blick ruhig und überschaubar, doch sie ist ein geschichtliches Schichtmodell: Phönizier, Römer, Mauren, Spanier – alle haben hier Spuren hinterlassen. Unser erster großer Halt war das römische Theater, eines der bedeutendsten Spaniens. Es liegt eingebettet zwischen modernen Gebäuden und offenbart sich erst Schritt für Schritt. Gerade das macht den Eindruck so stark: Man geht durch ein Museum, durch Gänge und Ausstellungsräume, und plötzlich öffnet sich der Blick auf die gewaltigen Sitzreihen aus Stein. Über 2.000 Jahre alt, erstaunlich gut erhalten, und mit einer Akustik, die selbst heute noch Ehrfurcht erzeugt. Geschichte, die nicht hinter Glas steht, sondern Raum einnimmt.
Direkt im Anschluss besuchten wir das Museo Naval, das maritime Museum der Stadt. Cartagena ist bis heute ein wichtiger Stützpunkt der spanischen Marine, und das merkt man. Modelle von Kriegsschiffen, historische Navigationsinstrumente, Uniformen und Karten erzählen von Seefahrt, Entdeckungen und militärischer Strategie. Besonders spannend ist der Kontrast: draußen das moderne Hafenleben, drinnen Jahrhunderte maritimer Geschichte. Für eine Hafenstadt ist dieses Museum kein Beiwerk, sondern Identität.
Zwischendurch blieb Zeit, einfach durch die Straßen zu schlendern. Palmen, kleine Plätze, Cafés, spanische Gelassenheit. Cartagena wirkt nicht überlaufen, eher angenehm entschleunigt – eine Stadt, die nichts beweisen muss.
Am Abend kehrten wir zurück an Bord. Die Sonne senkte sich langsam über dem Hafen, die Lichter der Stadt spiegelten sich im Wasser, und kurz darauf hieß es wieder: Leinen los. Cartagena blieb zurück, und die AIDAluna nahm Kurs auf Valencia. Ein ruhiger, schöner Tag – genau die Art von Etappe, die eine Mittelmeerreise so besonders macht.
Tag 6 Valencia
Am Morgen legten wir in Valencia an. Frische 12 Grad, aber trocken – ideales Entdeckerwetter. Über AIDA hatten wir die Tour „Mit dem Boot durch den Naturpark La Albufera“ gebucht (69 €), und sie erwies sich als ruhiger Gegenpol zur lebendigen Stadt.
Mit dem Bus ging es hinaus zum La Albufera. Dort wechselten wir aufs Boot und glitten gemächlich über den See. Wasser, Schilf, Vogelrufe – eine entschleunigte Fahrt, fast meditativ. Die Weite der Lagune und die umliegenden Reisfelder geben ein gutes Gefühl dafür, wie eng Natur und Region hier verbunden sind.
Anschließend brachte uns der Bus zurück nach Valencia zu einer Rundfahrt. Moderne Architektur, breite Boulevards und historische Ecken wechselten sich ab – eine Stadt, die ihre Geschichte zeigt, ohne stehen zu bleiben. Danach hatten wir Zeit zur freien Verfügung und erkundeten Valencia zu Fuß: lebendige Plätze, schöne Gassen, viel Atmosphäre. Eine Stadt, die sich leicht anfühlt und neugierig macht.
Am Abend hieß es wieder Leinen los. Mit Kurs auf Barcelona verließen wir Valencia – der letzte Stopp dieser Reise wartete bereits. Ein runder Tag zwischen Natur, Stadt und Vorfreude auf das Finale.
Tag 7 Barcelona
Heute Morgen sind wir in Barcelona angekommen. 15 Grad, klarer Himmel – perfektes Wetter für einen entspannten Stadtbummel. Einen Ausflug haben wir bewusst nicht gebucht, stattdessen ging es ganz unkompliziert mit dem AIDA-Shuttle in die Stadt. Nach einem weiteren hervorragenden Frühstück im Rossini starteten wir gegen 10 Uhr.
Erstes Ziel war La Rambla. Diese berühmte Flaniermeile pulsiert schon am Vormittag: Straßenkünstler, kleine Stände, Cafés und Menschen aus aller Welt. Die Mischung aus Gelassenheit und Großstadtenergie ist typisch Barcelona. Man läuft nicht einfach hindurch, man treibt ein wenig mit – wie ein Blatt im warmen Mittelmeerwind.
Von dort aus ging es weiter zu Fuß Richtung Hard Rock Café. Der Weg dorthin führte durch kleinere Seitenstraßen, die den eigentlichen Zauber der Stadt ausmachen. Enge Gassen, alte Fassaden mit schmiedeeisernen Balkonen, dazwischen moderne Läden und kleine Bars. In Vierteln wie dem Barri Gòtic oder El Born fühlt sich Barcelona fast zeitlos an: mittelalterliche Strukturen treffen auf modernes Leben, Wäsche hängt zwischen den Häusern, Mopeds schlängeln sich durch Straßen, die eher für Pferdekarren gedacht waren.
Besonders schön sind die vielen kleinen Plätze, die plötzlich zwischen den Häusern auftauchen. Ein paar Bäume, ein Brunnen, Cafétische im Schatten – perfekte Orte zum Verweilen und Beobachten. Barcelona zeigt hier seine entspannte, lebensfrohe Seite: laut, bunt, aber nie hektisch.
Ein rundum gelungener Tag mit viel Bewegung, Sonne und dem Gefühl, diese Stadt nicht nur zu sehen, sondern ein kleines Stück zu erleben. Barcelona verabschiedet sich freundlich – und macht es leicht, irgendwann wiederzukommen.
Leider geht eine schöne Reise immer zu schnell vorbei und es regnete in strömen auf Mallorca. Der Regen machte den Abschied einfacher und so ging es mit dem Flieger um 8:20 Uhr von Palma de Mallorca nach Hannover zurück.