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Mittwoch um 12:30 Uhr ging es auf die Autobahn mit Ziel Kroatien. Die letzten 12 Monate verliefen irgendwie im fluge und schon stand unser Jahresurlaub vor der Tür.

 

 

Einen Tag vor unserer Abreise hatten wir auf einmal einen Totalausfall der gesamten Beleuchtung im Wohnmobil. Nach zweistündiger Suche konnten wir den Fehler an der einen Verteilerdose am Bootstrailer entdecken. Naja, Fehler konnten wir zwar nicht richtig sehen, aber nach etwas Kontaktspray funktionierte alles wieder.

Die Autobahn war sehr leer und wir kamen super voran. Erst ein Stau vor Passau warf uns 30 Minuten zurück, aber egal, hauptsache keine Vollsperrung. Beim Tanken fiel die Beleuchtung auf einmal wieder komplett aus. Wechseln der Sicherung und kurzes Wackeln an der Verteilerdose und die Lichter gingen wieder an. Da es mittlerweile dunkel wurde, fuhren wir nun mit einem komischen Gefühl weiter Richtung Slowenien, ob die Lampen wieder ausfielen. Von unterwegs kurz Thomas angeschrieben mit der Bitte, 7 polige Dose und Stecker aus Metal mit nach Kroatien zu bringen (dieser kam 2 Tage nach uns).

Übernachtung wie immer in der Nähe von Spielfeld. Da uns der Stau und der Ausfall 1,5 Stunden zurückgeworfen hatte, erreichten wir unser Nachtquatier erst um 2 Uhr, also etwas schneller schlafen.

6 Uhr am Morgen ging es auch schon weiter. In Slowenien dann erst einmal die Preiserhöhung für Maut bemerkt von ca. 30 Prozent. Wir haben über 3,5t und somit können müssen wir über die LKW-Bezahlstellen fahren und da wir auch noch 5 Achsen haben, dürfen wir auf den Höchstpreis bezahlen. Für die 60 Kilometer sind das dann 21,- Euro, nicht schlecht. Aber das Geld muss man einfach mit einberechnen in den Urlaub.

In Kroatien dann eine freudige Überraschung. Die letzten Jahre musste ich meistens an den Mautstellen diskutieren, da für Wohnmobile mit Anhänger maximal die Kategorie 3 gilt (Höchste ist 4). Diese Information entnahm ich von der Webseite des kroatischen Mautbetreibers. Kurz vor unserer Abfahrt wollte ich diese Informationen wieder hervorrufen, um damit eine etaige Diskussion an den Mautstellen zu vermeiden, aber zu unserem Entsetzen war der Hinweis mit den Wohnmobilen und der Kategorie 3 verschwunden. Ok, da wurden dann wohl die Preise angepasst und nun muss ich in Kroatien auch die Kategorie 4 bezahlen, ist ein Preisunterschied für eine Strecke von 40 Euro. Aber es kam ganz anders an der ersten Mautstelle. Da wir uns darauf eingestellt hatten, die höchste Kategorie bezahlen zu müssen, fuhren wir gleich an das automatische Bezahlsystem, stecken die Mautkarte rein und die Preis der Kategorie 4 wurde angezeigt. Da kam ein Mitarbeiter der Mautstelle angerannt: Moment, moment! Änderte den Preis auf Kategorie 3 und wünschte uns eine schöne Weiterfahrt. Wir haben nun überhaupt nichts mehr verstanden und waren danach etwas verwirrt. Müssen wir nun Kat 3 oder 4 bezahlen. An der nächsten Mautstelle mussten wir auch nur für die Kat 3 bezahlen.

Kurze Zeit später erreichten wir unseren Campingplatz unseres Vertrauens. Der 1 Sterne Campingplatz Plitka Vala in Betina auf der Halbinsel Murter.

Erste Überraschung, der Platz war für Ende Juli sehr leer. Kein Gedränge und enges Stehen auf dem gesamten Platz und sehr viele freie Flächen.

 

 

 

 

Die herzlichen Begrüßungen mit den (mittlerweile) vielen Bekannten auf den Platz ist immer toll. Es waren zwar sehr viele Plätze frei, aber wir haben unser bevorzugtes Gebiet am Weg zur Slipanlage. Nach kurzem Fragen der Leute wussten wir, dass unser Lieblingsplatz am nächsten Tag frei wird. Also eine Nacht auf einem anderen Platz übernachten und dann wechseln.

Das Boot war mit Hilfe von den Nachbarn schnell im Wasser, Bootsplatz hatten wir schon.

Freitag konnten wir dann auf unseren Lieblingsplatz, 30 Minuten später war alles am richigen Platz.

Seit diesem Jahr kann mal als Tourist das Boot nur noch in Murter anmelden und nicht mehr in Tisno. Öffnungszeiten sind täglich von 8 – 20 Uhr. Auch hier gab es eine Anpassung der Preise und der Anmeldung. Eine Passagierliste ist nicht mehr auszufüllen und die Preise richten sich nun an die Bootslänge, somit für uns günstiger. Diese Änderungen sind eine Anpassung an die EU Gesetze und der etwaigen Benachteiligung von Menschen aus der EU gegenüber Einheimischen.

Auch in Murter selber viel uns auf, obwohl Hochsaison, waren kaum Touristen da waren. Cafes, Bars, Restaurants und Shops alle leer und die Verkäufer standen auf der Straße und warteten. Auch auf dem Campingplatz wird davon berichtet, dass die Touristen dieses Jahr merklich weniger sind und die Geschäftsinhaber jetzt schon nicht wissen, wie sie über den Winter kommen sollen.

Wir ließen unseren Urlaub langsam angehen, kauften erst einmal in Vodice (ca. 20 KM entfernt) ein und relaxten den Rest des Tages im Schatten vor dem Wohnmobil. Das Anstrengenste an diesem Tag war die Massage am Abend.

 

 

 

 

Samstag war es dann soweit, erste kurze Fahrt mit dem Boot. Kurz zum tanken nach Murter und die Wassertankstelle mit dem freundlichen Service (Hilfe beim Anlegen, Frischwasser fürs Boot und Tankschlauchangabe) ist noch vorhanden. Schnell alles aufgefüllt und ab ging es zu unserer Lieblingsbucht, die Sandbucht Mali Luka. Überraschend war für uns, dass nur ganze 4 Boote in der Bucht lagen. Anker geworfen und ab ins 26 Grad warme Wasser.

 

 

 

 

Am selben Tag kamen dann auch Thomas, Michaela, Susi und Wolfgang an. Nach der Begrüßung wurde aufgebaut.

 

Das Restaurant auf dem Campingplatz wurde am Abend gemeinsam getestet.

 

 

 

 

Unsere Wetter-Apps zeigten für Sonntag Regen an und so war es auch. Blitz und Donner die gesamte Nacht durch und am Tag selber sah es nicht besser aus. Der Tag konnte nur mit einer Massage überbrückt werden.

Montagmittag sah es dann endlich mal besser aus. Zwar war es ganz schön windig, aber die Sonne schien. So wurden schnell die Boote von Thomas, Joachim und Wolfgang ins Wasser gelassen mit Ziel Kornaten, zumindestens die Richtung. Da Thomas und Wolfgang noch tanken mussten, wollten wir uns am Murter Kanal treffen, doch leider kam es anders. Keinen Kilometer vom Campingplatz entfernt zeigte unser Motor eine zu hohe Temparatur an, 80 Grad. Kontrollstrahl in Ordnung, trotzdem zu warm.

Nach mehrmaligen prüfen, blieb der Fehler unbekannt und somit hieß es zurück zum Hafen. Beim nächsten vorbeifahrenden Boot SOS gegeben und dieser drehte auch gleich ab. 30 Minuten später war unser Boot wieder sicher an der Mole vertaut und so haben wir Robert und Karin kennengelernt, die wir auch als kleines Dankeschön zum Grillen eingeladen hatten.

Da Grillabend war sehr schön gewesen.

 

 

 

 

Am Abend wurden noch einige Tipps von Freunden und Bekannten wegen dem Motor eingeholt und am Dienstagmorgen ging es dann los mit schrauben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterwasserteil ab und Impeller kontrollieren.

Ergebnis: Alles gut. Aber das Gehäuse der Wasserpumpe zeigte Abnutzungen und Riefen an, also am besten neu machen.

 

 

Dichtungen, Gehäuse, Impeller wurden dann bei den verschiedenen Mercury Servicehändler in der Umgebung zusammengekauft und alles wieder eingebaut. Probefahrt verlief anschließend ohne Probleme und das Überhitzen war weg.

Der Dienstag war vom Wetter nicht so schön gewesen, bedeckter Himmel und gleichzeitig eine Jugo (starker Wind vom Wasser).

So blieb das Boot im sicherern Hafen liegen und wir belohnten uns mit einem Eisbecher in Tisno.

 

 

Den Abend verbrachten wir bei einer deftigen Brotzeit auf der Dachterrasse von Robert und Karin.