Beitragsseiten

 

 

Start am Mittwochmorgen und was soll ich sagen, die Anfahrt war schon einmal ein Abenteuer für sich. Nach dem Start hörten wir in einer Kurve knackende Geräusche die uns beunruhigten. Da der Wagen 2 Wochen vorher in der Werkstatt zur Inspektion und Urlaubsdurchsicht war, gleich dort angerufen und nachgefragt, ob auch Radlager und Antriebswellen kontrolliert wurden.

 

Selbstverständlich gehören diese Punkte zum Check und wir sollten doch gleich vorbeikommen. Also zurück zur Werkstatt. Die Mechaniker machten umgehend eine Probefahrt und konnten das Knacken in einer Kurve auch hören. Womo auf die Werkstattgrube gefahren und nachgeschaut, woher die Geräusche kommen. Da so kein Fehler gefunden wurde, wurde die vorderachse angehoben und die Beifahrerseite mit einemHolzblock blockiert. Nun waren schon 2 Mechaniker und ein Meister an meinem Womo und suchten den Fehler.  Der Wagen wurde nun gestartet und im ersten Gang laufen gelassen.

 

Auf einmal konnte man sehr viele Geräusche hören, knacken, rasseln usw. Die Geräusche kamen eindeutig aus dem Getriebe und der Meister sagte mir, dass etwas mit dem Getriebe nicht in Ordnung sei. Das sollte nun abgebaut und zur Reparatur eingeschickt werden, Dauer ca. 2 Wochen und Kosten über 2.000 Euro. Nach einer kurzen Überlegung verschoben wir die Reparatur und sprachen erst einmal weitere Maßnahmen nach dem Urlaub ab. Nun standen wir erst einmal mit einem Getriebe da, dass wohl nicht ok ist und vor uns lagen noch 1500 KM mit dem Womo und großen Boot hinten dran. Wir hatten nun 3 Möglichkeiten:

 

1. Getriebe reparieren lassen und Urlaub verschieben
2. Urlaub in Deutschland machen, z.B. Müritz
3. Einfach fahren

 

Urlaub verschieben konnten wir nicht, da alles mit den Kollegen abgestimmt war. Bootsurlaub in Deutschland macht auch keinenSpaß bei dem tollen Wetter. Also blieb nur noch die 3.Möglichkeit. Auf der Fahrt Richtung Süden viel mir eine renommierte Fachwerkstatt ein, bei der ich vor 2 Jahren schon einmal mit meinem alten Wohnmobil wegen einem Getriebeproblem war, kurz angerufen und ich sollte einfach vorbeikommen. Gesagt getan. Mittwochabend stand ich auf dem Hof der Werkstatt in der Nähe von Wetzlar und der Mechaniker machte eine Probefahrt. Ergebnis: Getriebe ist ok, das Geräusch kommt von  der Antriebswelle. Auf der Werkstattrgrube konnte das bestätigt werden.  Da das Womo schon auf der Grube stand, wurde gleich noch die Alko-Achsen abgeschmiert, da dieses auch nicht gemacht  wurde (kam erstmal lange nur Wasser). Nach kurzer Zeit konnten wir unsere Fahrt vorsetzen und auf den direkten Weg nach Kroatien fahren.

 

Was habe ich daraus gelernt, eine Fachwerkstatt muss nicht immer eine Fachwerkstatt sein. Woher kamen nun aber die Geräusche aus dem Getriebe!!!!


Da die Achse beimTest entlastet und die Beifahrerseite blockiert wurde, kamen die gesamten Geräusche vom Differenzial, was bei dem Vorgehen normal ist und deshalb so auch nicht gemacht werden sollte. Hätte ich nun auf die Werkstatt meines Vertrauens (hat sich geändert) gehört, wäre ich viel Geld losgeworden und hätte vielleicht meinen Urlaub abgesagt.

 

Wir fuhren an dem Mittwochabend noch bis Linz und stellte uns für einige Stunden zum schlafen hin.

 

Kaum war die Sonne hoch, fuhren wir weiter der Sonne entgegen.  Nachdem wir Österreich und Slowenien hinter uns gelassen hatten, waren wir endlich in Kroatien und was muss ich feststellen, es ist nur 20 Grad warm, also KALT.

Auch nachdem wir schon 250 KM der kroatischen Autobahn gefolgt waren, zeigte das Thermometer max. 25 Grad an und dass um 11 Uhr. Erst als wir in Zadar vorbeikamen, gingen die Werte auf 30 Grad, endlich :-)

 

Am Mittag trafen wir dann endlich am Ziel an, der Campingplatz Plitka Vala in Bettina auf der Insel Murter. Der erste kleine Schreck, ist das voll :-( Da es auf dem Platz keine Parzellen gibt, kann sich jeder hinstellen wie er möchte und dass machen die Camper auch. Wir konnten noch eine kleine Lücke ergattern und konnten uns aufbauen. Am Nachmittag haben wir dann die ersten Bekannten getroffen und auch gleich einen tollen Abend mit Pivo verbracht.

 

 

 

Einen Bootsplatz im Hafen hatten wir schon und somit konnten wir schnell das  Boot anmelden, slippen und die erste kleine Fahrt machen. Nach der ersten Ausfahrt sahen wir voller Erstaunen, dass unser Lieblingsplatz direkt an der Slippe frei ist. Schnell die Sachen ins Womo geschmissen und umgeparkt.